ROCKET SCIENCE – mit Dr. Golo Röhrken
ROCKET SCIENCE ist der wöchentliche Podcast für Health und Performance.
Dr. med. Golo Röhrken zeigt Dir, wie Du Wissenschaft, Training, Nervensystem, Erholung und Alltag so miteinander verbindest, dass nachhaltige Leistungsfähigkeit entsteht – körperlich und mental.
Hier bekommst Du klare Strategien, Tipps, Meinungen und Perspektiven auf Training, Umfeld, und deine persönliche Entwicklung.
ROCKET SCIENCE – mit Dr. Golo Röhrken
Warum du bei Fitness-Influencern kritisch bleiben musst (Arzt-Check)
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Provokanter Start Und Kernthese
SPEAKER_00Was ist, wenn ich dir sage, dass ein Großteil deiner Gesundheitsinformationen Mist ist? Dass du eigentlich keine Ahnung hast und dass du ganz, ganz oft belogen wirst. Wir leben in einer Zeit, wo ganz viel Gesundheit mit Religion verwechselt wird. Und in dem Podcast möchte ich darüber sprechen, was ein ganz großes Problem ist, dass wir so viele Informationen bekommen, die so stark polarisieren. Das bedeutet, es werden Meinungen vertreten, die entweder schwarz oder weiß sind. Die Realität sieht aber häufig ganz anders aus. Die Realität hat ganz, ganz viel damit zu tun, dass wir in grauen Bereichen leben und man sowohl wissenschaftlich als auch in der Praxis nicht sagen kann, das ist richtig oder dass es hundertprozentig falsch ist. Die meisten Menschen können das immer nicht ertragen. Die meisten Menschen möchten immer eine ganz, ganz klare Antwort haben. Das führt aber dazu, dass eben sehr, sehr viel gesundheitlich betrachtet wird, als wäre es eine Art von Religion. Das bedeutet, als wäre es deterministisch. Das bedeutet, man sagt, eine Sache ist richtig oder eine Sache ist einfach auch falsch. In dem Podcast geht es vor allen Dingen darum, einmal sozusagen, welche Informationen aus der Medizin sind überhaupt, sehr, sehr, sehr stichhaltig. Und wo kann man auch sagen, dass man mit einer sehr, sehr hohen Wahrscheinlichkeit damit seinen Lebensstil optimieren wird und auch gesünder wird und was auch vielleicht Informationen sind, wo man eben auch ein bisschen aufpassen möchte. Hintergrund des Ganzen ist diese Expertendebatte, die aktuell geführt wird, sowohl von der Influencer-Seite, als auch von Ärzten, als auch von Medfluencern, als auch von diversen Personen, die sich immer wieder positionieren als Experte oder als jemand, der Vertrauen genießt. Und dann wird dieses Vertrauen häufig irgendwie immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Oder man hat eben auch stark das Gefühl, dass immer wieder einen sehr, sehr großen Aufreger gibt in gewissen Konstellationen. Gerade auch so, wenn man sich eben Social Media anguckt, hat man sehr schnell das Gefühl, dass man entweder eine Richtung vertreten muss, oder es gibt auch keine andere Richtung. Also man muss entweder schwarz oder man muss irgendwie entweder weiß sein. Das führt aber meines Erachtens nach ganz stark dazu, dass man eben langfristig gesehen keine Fortschritte macht und dass man auch langfristig gesehen, ehrlich gesagt, teilweise auch kein gutes Verhalten an den Tag legt, um seine Gesundheit auch so zu optimieren. Das heißt, wir sprechen erstmal über verschiedenste Topics, die es da draußen gibt. Also wir reden über Ernährung, wir reden über Training, wir reden über diverse medizinische Sachen wie Impfen oder auch andere Interventionen. Und ich gebe euch so ein bisschen meine Meinung dazu, die aber auch durch Studien zum Großteil bestätigt ist. Zum Großteil sage ich ganz bewusst, weil es ist definitiv auch meine Meinung und es ist definitiv auch Praxis, die einfach auch da mit reinkommt. Als Einführung noch ganz kurz zu sagen, die Realität ist immer differenzierter, als wir es uns so vorstellen.
Gesundheit Als Religion Und Schwarz-Weiß-Denken
SPEAKER_00Und Wissenschaft ist nichts, was deterministisch ist, es ist nichts, was klar festgelegt ist und es ist nichts, was eine Art von Religion ist. Das bedeutet, man kann nie sagen, das ist hundertprozentig zutreffend, sondern man kann einfach immer nur sagen, dass es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zutreffend ist. Und gerade Naturwissenschaften wie Medizin, wie Biologie sind auch andere Wissenschaften als physikalische Wissenschaften. Das muss man auch nochmal ganz klar machen, dass eben in der Physik Gesetzmäßigkeiten klar vorhanden sind, die mit einer sehr, sehr hohen Wahrscheinlichkeit zutreffend sind. Das ist aber in der Medizin und der Biologie nie der Fall. Sondern hier reden wir immer von deutlich, deutlich geringeren Wahrscheinlichkeiten. Und in dem Fall ist es auch immer eine individuelle Entscheidung, was auch wirklich funktioniert. Und hier kann auch dir niemand das abnehmen, dass du es für dich auch klar herausfindest. Es wird sehr viel theoretisch besprochen, es wird sehr viel theoretisch dargelegt, was funktionieren könnte. Und dieser Podcast nimmt das nicht aus. Also es geht definitiv auch darum, euch wissenschaftliche Dinge mitzugeben und nicht nur zu sagen, das hat mal bei einer Person funktioniert, aber danach auch ganz klar zu machen, hey, das hat bei einem Kollektiv funktioniert, wissenschaftlich hat es funktioniert. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass es auch bei dir funktioniert. Sondern dann musst du immer auch in die Umsetzung kommen und auch dann ganz, ganz spezifisch schauen, was klappt bei dir und was klappt eben auch nicht wirklich bei dir. Gut, steigen wir einfach einmal ein, noch in diesen ganzen Bereich, auch so als Einführung in den medizinischen Bereich. Weil ich glaube, es ist sehr wichtig, hier so ein bisschen auch zu sagen, es gibt natürlich verschiedenste Institutionen immer wieder. Es gibt irgendwie, sag ich mal, Ärzte, es gibt Influencer, es gibt verschiedene Akteure in diesem ganzen Space. Und häufig sind die sich nicht unbedingt nett zueinander, sondern sehr, sehr feind gegenüber eingestellt. Das fängt an bei Ärzten, die anderen Ärzten, die auf Social Media aktiv sind, sehr, sehr misstrauisch beäugen. Das geht dann aber auch weiter mit Medizinstudenten, die irgendwie alte Ärzte sehr, sehr kritisch beäugen. Dann geht es weiter auf der anderen Seite mit Ärzten, die auch natürlich die Medizinstudenten oder die Medfluencer sehr, sehr kritisch beäugen. Und es ist eine sehr angespannte Stimmung, hat man das Gefühl. Und dann gibt es natürlich auf der anderen Seite auch noch die Athleten oder Menschen, die dann irgendwie praktisch das Ganze umsetzen. Und das war früher schon so, dass es hier einen riesengroßen, eine riesengroße Differenz gibt auf der einen Seite zwischen dem Trainer, der halt wirklich praktisch mit dem Athleten arbeitet und auf der anderen Seite zwischen dem Wissenschaftler, der halt irgendwie die Studien dazu macht. Und hier muss man sagen, in Deutschland ist es so, dass diese Kluft zwischen Praxis und Wissenschaft enorm groß ist. Das heißt, die Trainer, die wirklich in der Umsetzung sind, sind häufig keine Wissenschaftler. Und die Wissenschaftler sind häufig im Lab oder in ihrem Labor und machen irgendwie in ihrem stillen Kämmerlein etwas, arbeiten aber nicht wirklich mit den Athleten zusammen, sondern müssen sich diese Athleten immer von den Trainern ranziehen. Das war schon ein riesengroßes Problem von 10, 15 Jahren. Und ich glaube, dass sich das nicht wirklich geändert hat, weil es eben so einen großen Unterschied gibt zwischen den Institutionen, also ich sag mal, zwischen den wissenschaftlichen Sachen wie verschiedenste Sporthochschulen, Universitäten, andere Dinge, die nicht wirklich im Trainingsprozess mit dabei sind. Es gibt da Ausnahmen, also es gibt auch immer Trainer, gerade so im Rudern oder in anderen Bereichen, wo auch diese Verzahnung klarer funktioniert. Und es gibt eine Nation, wo das ganz, ganz krass funktioniert. Und diese Nation ist Norwegen. In Norwegen ist es so, dass diese Verzahnung sehr, sehr, sehr gut funktioniert. Und dass zum Großteil alle Trainer, die mit da sind, auch meistens einen wissenschaftlichen Stab mit dahinter haben und auch sehr viele Studien immer durchgeführt werden an den ganzen ganzen Probanden. Das waren übrigens meine Notizen. Das heißt, der Podcast wird jetzt Freestyle. Das heißt, dass hier der Wissenschaftler eigentlich immer mit dem Trainer zusammenarbeitet. Oder dass der Trainer immer auch einen gewissen wissenschaftlichen Stab mit dahinter hat. Und daher kommen auch so viele Studien immer wieder aus Norwegen. Und das ist sicherlich eine der Begründungen, zum Beispiel auch, warum Norwegen auch so gut funktioniert, sportlich betrachtet. Gerade im Ausdauersport. Aber hat sich jetzt auch gezeigt, auch in anderen Sportarten, scheint dieses System sehr gut zu funktionieren. Und dabei muss man sich auch immer vor Augen halten, dass Norwegen keine besonders große Nation ist. Also
Wem Wir Vertrauen Und Warum
SPEAKER_00Norwegen hat, glaube ich, wie viel haben die? Sieben, acht Millionen, neun Millionen vielleicht mittlerweile. Und im Vergleich natürlich irgendwie zu Deutschland, die die Nation halt irgendwie fast das Zehnfache der Bevölkerung hat, ist es natürlich eine viel kleinere Nation. Und die müssen, die setzen natürlich irgendwie auch ihre Ressourcen, wo sie viele von haben, einfach anders auch in gewisser Weise ein. Okay, aber eben dieser ganze Space aus Gesundheit ist eben enorm aufgeladen. Dazu kommen dann noch diverse strukturelle Probleme, wie sich jetzt irgendwie auch wieder gezeigt hat in unserer politischen Debatte, dass unser Gesundheitssystem einfach ein riesengroßes Finanzierungsproblem hat. Und dass es teilweise eben Akteure gibt, Ärzte, Pfleger, sonstige, die sehr, sehr, sehr viel schultern und die dieses System einfach auch im Laufen halten. Nur dieses System ist einfach enorm Narode. Und Zeiten sind anders für Ärzte jetzt, als sie vor 15, 20 Jahren waren. Gerade was Selbstständigkeit angeht. Mittlerweile ist es super schwierig, sich zum Beispiel niederzulassen, weil einfach die ganzen Lizenzen oder Zulassungen teilweise aufgekauft werden von MVZs. Und es ist sehr schwierig, gerade in der Großstadt irgendwie überhaupt erstmal eine Zulassung zu bekommen, wenn man nicht irgendwie die finanziellen Ressourcen hat. Und danach, selbst wenn man die Zulassung bekommt, ist man trotzdem auch häufig sehr stark gefangen in einem System, wo man eben auch sehr hohe Schlagzahlen machen muss mit Patienten. Und dass nicht unbedingt die Arbeit ist, die man dann machen möchte eigentlich. Also man unterschreibt in gewisser Weise einen Eid als Arzt und möchte den Patienten bestmöglich behandeln. Und nachher kommt dann dabei raus, dass man vielleicht drei, vier Minuten mit jedem Patienten hat und dabei halt eine gewisse Fallpauschale bekommt. Das ist natürlich nicht die Vorstellung, wie man es eigentlich gerne machen möchte. Aber es ist in der Praxis einfach dann nicht mehr anders umsetzbar. Und hier ist ein sehr hoher Frust vorhanden auf ganz viele Dinge, auf das System, auf die verschiedenen Akteure. Und natürlich entsteht dann auch eine gewisse Kultur, wo auch dann, sag ich mal, so gerade so diese Medfluencer oder auch der Space sehr aggressiv betrachtet wird, wenn man eben auch aus diesem System in gewisser Weise auch ausbricht von den Etablierten. Und dabei entstehen dann eben auch Dinge, wo man schon sagen muss, es hat so einen gewissen Kultstatus. Also nehmen wir jetzt mal irgendwie typischerweise den Protein-Hype oder andere Dinge, wo Menschen sich komplett darauf committen, dass es nur diese Richtung gibt. Oder sag ich mal auch rohe Produkte oder auch Dinge, die eben dann so komplett nur Natur irgendwie darstellen. Und hier gibt es dann keinen grauen Bereich mehr, sondern es gibt einfach nur noch dieses: entweder du bist halt irgendwie in diesem Kult mit dabei, oder du bist halt irgendwie in diesem Kult mit dabei. Und die beiden sind sich komplett spindelfeilen. Also du kannst nicht mehr irgendwie so grau das Ganze angehen. Und deswegen steigen wir als allererstes mal so das ganze Thema überhaupt Ernährung ein. Weil das ist ein Space, der
Ernährung Als Beispiel Für Grauzonen
SPEAKER_00ist unglaublich groß ist, der ist unglaublich vielfältig, löst aber sehr viel Verwirrung, glaube ich, aus, bei den allermeisten. Und ich kann das absolut nachvollziehen, weil es eben auch so schwierig ist, da überhaupt durchzublicken. Und hier ist auch ganz klar zu sagen, in dem Podcast geht es jetzt nicht darum, eine Wahrheit aufzustellen oder zu sagen, nur meine Meinung ist irgendwie die richtige, sondern es geht eben darum, für dich das Richtige zu finden, was auch irgendwie bei dir in gewisser Weise funktionieren kann. Sprechen wir dann mal darüber, über Chemie und Natur. Reden wir es mal, drehen wir das Ganze mal so, um darüber zu sprechen. Es gibt einerseits irgendwie diese Richtung zu sagen, dass alles, was aus der Natur kommt, auch Chemie ist und dass alles, so wie es auch in der Natur vorkommt, auch genauso in unserem Körper wirkt, ob wir es jetzt chemisch herstellen oder halt nicht. Und dabei muss man sagen, dass Chemie natürlich irgendwie natürliche Sachen klar abbildet. Also, weiß ich nicht, auch irgendwelche Himbeeren oder Erdbeeren haben auch vonst du natürlich auch chemisch irgendwie darstellen, wie sie halt von der Struktur her sind oder haben auch irgendwelche E-Klassifikationen, Farbstoffe, sonstiges. Heißt das jetzt, dass aber alles, was wir chemisch herstellen, genauso wirkt in unserem Körper, als wenn es natürlich vorkommt? Und da muss man sagen, nein. Erstens ist es so, dass wir nicht alles klar begreifen. Das bedeutet, wir können nicht alles darstellen, weil wir nicht die Möglichkeiten haben, wirklich jedes Produkt ganz genau auf molekularer Ebene auch irgendwie ganz klar darzustellen. Unsere analytischen Mechanismen sind da einfach auch in gewisser Weise limitiert. Und wir können nicht komplett ein Produkt auf alles untersuchen. Und das ist ja auch schön so, dass man halt auch durch die Wissenschaft zum Beispiel herausfinden kann, was ist denn sonst noch so in solchen Produkten drin und was sind noch so sonstig auch noch die, sag ich mal, gesundheitlichen Benefits. Was sich aber schon in Studien zeigt und was auch meine Erfahrung ist, ehrlich gesagt, ist, dass man sich wirklich, wenn man sich relativ naturbasiert ernährt, zum Großteil und darauf achtet, natürliche Lebensmittel zu benutzen, wie sie auch in der Natur vorkommen, dass man ein Benefit hat, langfristig gesehen auf seine Gesundheit. Und das andere ist, dass man wahrscheinlich auch langfristig gesehen einen Benefit hat, auf ein gesundes Ernährungsverhalten, was in dieser ganzen Diskussion Minimum genauso stark zu tragen kommt, anstatt nur zu sagen, es geht nur um die wirklich einzelnen Inhaltsstoffe. Weil ein gesundes Ernährungsverhalten, also dann zu essen, wenn man Hunger hat, darauf zu achten, dass man gesunde Lebensmittel konsumiert, aber auch sich jetzt nicht einen riesengroßen Stress macht, wenn man auch mal etwas Ungesundes zum Beispiel isst oder etwas ist, was vielleicht gerade nicht in diesen Kontext passt, ist wichtig, um langfristig gesehen auch das Thema Ernährung für sich richtig zu nutzen oder eine gesunde Ernährung an den Tag zu legen, weil du wirst nie etwas aufrechterhalten, wo du das Gefühl hast, es fühlt sich zwanghaft an, es macht keinen Spaß und Ernährung sollte auch ein bisschen Spaß machen, es sollte dich auch nourischen, also sollte dich einfach auch unterstützen und dass du auch keine Angst davor hast, gewisse Dinge auch zu essen, zum Beispiel. Und das ist schon in dieser ganzen Diskussion ein Problem. Auf der anderen Seite jetzt aber auch zu sagen, okay, dann setzen die halt komplett auf Natur und nehmen halt alles nur, was aus der Natur kommt. Sei es Rohmilch, sei es Honig, sei es andere Stoffe, die halt eins zu eins so in der Natur vorkommen und alles, was aus der Natur kommt, ist halt irgendwie auch gut. Zum Beispiel auch UV-Strahlung, es ist einfach alles gut. Oder Strahlung im Generellen, es ist einfach alles gut. Mücken sind nicht gefährlich. Wir können irgendwie in den Dschungel gehen und können wieder nackt baden gehen, weil es keinerlei Gefahren darstellt. Da muss man sagen, dass es eine sehr naive Vorstellung ist von Natur, weil Natur
Naturkost, Rohmilch Und Echte Risiken
SPEAKER_00tötet dich schnell. Ohne Probleme. Also du kannst in den Dschungel gehen, ja, wirst vielleicht ein paar Stunden da überleben. That's it. Keime, Bakterien töten dich relativ schnell. Und ja, auch gewisse Krankheitserreger solltest du jetzt nicht unbedingt haben. Also es ist jetzt nicht besonders förderlich, wenn du irgendwie drei sexuell übertragbare Krankheiten dir irgendwie einfängst und dann dabei denkst, dass es gut ist, weil es aus der Natur kommt. Das ist eine sehr naive Vorstellung. Und das ist auch eine sehr deterministische Vorstellung, die auch nicht unbedingt dazu beiträgt, dass du langfristig gesehen gesunder wirst. Das bedeutet, dass du zum Beispiel schon darauf achten solltest, eher Produkte zu benutzen, die sich halt, die halt gesund und aber auch sicher sind für dich. Und wenn du zum Beispiel ein Produkt benutzt, wie zum Beispiel Rohmilch, wo du einfach ein deutlich höheres Erregungsspektrum drin hast und wo du auch sehr gefährliche Erreger, Stichwort Listerien drin haben kannst, dann ist das nicht unbedingt smart. Sondern dann kann das sehr schnell dazu führen, dass du eben Probleme bekommst mit deiner Gesundheit. Und auch nochmal einmal ganz kurz den Rahmen oder das Framework für Gesundheit. Viele denken immer, Gesundheit ist ein langfristiger Prozess und das ist absolut richtig. Das heißt, viele denken immer, Gesundheit ist so aufgebaut, dass man es optimiert und dann ganz lange hält und es stimmt. So ist es auch. Aber es sind immer Einzelfälle und einzelne Entscheidungen und einzelne Momente, die dazu führen, dass deine Gesundheit meistens schlechter wird. Und die dazu führen, dass du meistens aus diesem Trotten, aus deinem Routinen und all dem irgendwie auch rausgerissen wirst. Und es sind relativ häufig Krankheiten, wenn man jünger ist. Sei es Infektionen, sei es schwere Brüche, sei es Verletzungen, sei es andere Sachen, die einfach einen rausziehen. Das ist das eine. Und auch wenn man älter wird, sind es häufig einzelne Sachen. Das bedeutet, es gibt sehr häufig diesen Case, dass jemand 70, 75, 80 wird und dann sich den Oberschenkelbruch holt, weil er oder sie noch irgendwie eine Glühbirne aufgehangen hat auf der Leiter und dann einfach von dieser Leiter heruntergefallen ist und sich den Oberschenkel gebrochen hat. Und danach erholt man sich aus solchen Situationen teilweise nicht mehr, weil man irgendwie eine Zeit lang nicht mehr sozial eingebunden ist, weil irgendwie eine Operation stattfinden muss, weil man sich vielleicht nicht mehr so richtig darauf erholt, die Reha nicht so richtig stattfindet. Und dann geht die Gesundheit einfach immer mehr runter. Und zurückzuführen auf das Ganze ist dieser eine Prozess, also diese eine Verletzung. Und in jungen Jahren passiert das natürlich nicht so, noch nicht so, aber auch hier ist es natürlich entscheidend, dass man sich einzelne Dinge anguckt. Also Infektionen anschaut, Verletzungen anguckt, chronische Zustände anguckt, Autoimmuneerkrankungen anguckt und schon eine gewisse Ursachensuche macht, die dahin geführt hat. Und wenn man eine Infektion hat mit einfach einem sehr aggressiven Erreger, dann kann das langfristig gesehen durchaus zu großen Problemen führen. Besonders natürlich dann auch nochmal, und da muss man schon sagen, das ist dann einfach auch sehr törig und auch sehr fahrlässig, wenn man dann zum Beispiel auch seinen Kindern solche Substanzen einfach auch gibt. Weil seine Kinder sind halt einfach noch nicht mündig und sind noch nicht verantwortungsführend, sind noch nicht in der Verantwortung für irgendwas, sondern die Eltern sind dafür in der Verantwortung. Und das ist auch gut so, dass es so ist. Und hier muss man einfach auch als Eltern immer daran anders Kinderwohl denken und nicht an seine eigenen verkappten Vorstellungen von Gesundheit oder eben auch seine etwas naive Vorstellung von alles ist gut in der Natur. Dabei auch ganz kurz so die Warnung an UV-Strahlung. Ja, UV-Strahlung ist der häufigste Faktor für Hautkrebs. Und Hautkrebs-Melanom ist ein sehr, sehr aggressiver Tumor. Es ist ein sehr aggressiver Krebs, der einfach da wächst. Und man muss sich nur mal Nationen angucken, wie Australien, wie Hawaii, wie andere, die einen ganz anderen UV-Index haben, als man hier zum Beispiel in Hamburg hat. Wo es ganz klar ist, dass, und da sterben sehr, sehr viele Menschen einfach an Hautkrebs. Also zum Beispiel, dass in Australien die Lebenserwartung nicht ganz so hoch ist, hat nicht mit dem Lebensstil zu tun. Sondern es hat vor allen Dingen damit zu tun, weil eben die Menschen so stark an Hautkrebs erkranken und dann einfach Probleme bekommen. Das heißt, auch im Rückunkehrschluss, wenn man halt hier nicht dauerhaft sich vor dieser UV-Strahlung schützt, sei es Exposition, also nicht so viel oder Kleidung oder andere Sachen oder eben auch Sonnencreme, dann macht man halt einen Fehler. Und Haut und Sonnenbrand ist nichts Gutes. Und auch prinzipiell, braun zu werden, ist schon eine Schädigung der Haut. Das darf man immer nicht ganz vergessen, dass das eben auch verdammt, verdammt wichtig ist. Gut, gehen wir nochmal andere Dinge durch bei der Ernährung, weil das sind natürlich irgendwie auch mal das Dinge, die euch, glaube ich, sehr interessieren oft.
Low Carb Und Keto Im Sport
SPEAKER_00Es gibt noch einen anderen, sehr, ja, sehr deterministisch so geführten Bereich. Und der war vor allen Dingen so unwog vor zehn Jahren und das war so das ganze Thema Low Carb oder High Carb. Also entweder eine Low-Carb-Ennährung zu machen und möglichst Kohlenhydrate zu reduzieren und dann Proteine hochzufahren oder auf der anderen Seite eine High Carb-Ernährung zu machen, eigentlich darauf keine Rücksicht zu nehmen und nur mit Kohlenhydraten hochzugehen und egal wie, einfach nur Kohlenhydrate reinzugeben. Auch dabei sehr, sehr einfache Kohlenhydrate. Und hier muss man auch sagen, dass es ein grauer Bereich ist, dass es nicht die eine Richtung gibt, die dann halt irgendwie richtig ist. Wenn man jetzt sagt, zum Beispiel Low-Carb-Bereich und man geht dann irgendwie in eine Richtung zum Beispiel Keto, wo man halt irgendwie nur noch 50 Gramm an Kohlenhydraten am Tag irgendwie aufnimmt, vielleicht sehr viel Fleisch konsumiert, sehr viel Protein konsumiert, sehr viele solche Produkte aufnimmt, dann ist das für den Großteil der Bevölkerung nicht gut und auch gesundheitsphysiologisch nicht wirklich gut, weil eben dadurch diverse andere gesundheitsphysiologische Prozesse mit nach oben getriggert werden. Zum Beispiel, man nimmt meistens deutlich mehr gesättigte Fettsäuren auf, man ist häufig unterversorgt mit Kohlenhydraten und diese Unterversorgung mit Kohlenhydraten kann gefährlich werden. Man bezeichnet es als ein relatives Energiedefizit-Syndrom, wo man zum Beispiel beim Sport oder bei Belastungen einfach nicht genug Kohlenhydraten hat. Mit an Bord hat und das triggert relativ stark euer Stresshormon, das triggert relativ stark auch Stressreaktionen in eurem Körper. Und das kann problematisch werden und das ist auch bei vielen Menschen, besonders bei sportlichen Menschen, problematisch, wenn sie das so einfach einbauen. Gibt es jetzt niemanden, bei dem das funktioniert? Nein, das kann man auch nicht sagen. Weil es gibt Athleten, die auch sehr gut auf Keto reagieren. Es gibt Ultraathleten, die damit ihre Fettoxidation zum Beispiel verbessert haben und die auch leistungsfähiger sind durch eine Ernährung, die sehr, sehr stark auf Kohlenhydrate verzichtet. Und es gibt auch Menschen in unserer Bevölkerung, die sehr stark an Autoimmunerkrankungen leiden. Und hier scheint auch Keto oder eben auf sehr viele Kohlenhydrate zu verzichten, scheint auch eventuell einen Benefit zu geben. Wie gesagt, eventuell ein Benefit zu geben. In Studien zeigt das nicht so hundertprozentig. Es gibt Studien, die Anzeichen dafür darlegen. Es gibt andere Studien, die zeigen, keinerlei Anzeichen dafür wiederum. Und bei Einzelfällen scheint es aber bei einigen Menschen einfach auch zu funktionieren. Es ist aber definitiv eine Intervention, die man in dem Fall überlegen kann, wenn man sehr, sehr stark von Autoimmunerkrankungen betroffen ist. Auf der anderen Seite haben wir eben den High-Carb-Bereich. Und hier muss man sagen, dass wenn man als Ausdauersportler erfolgreich sein will oder wenn man auch Anpassungen gewährleisten möchte, dann ist es eben wichtig, dass man Kohlenhydrate in ausreichender Menge aufnimmt. Weil eben bei der Intensität und bei der Belastung so viele Kohlenhydrate verbraucht werden in deinem Körper, in der Muskulatur, in der Leber und auch in deinem Gehirn. Wenn du deinem Körper dauerhaft zu wenig Kohlenhydrate mit an Bord gibst, wie besprochen, kann das schnell zu größeren Problemen führen. Gerade bei Belastungen, gerade auch bei höheren Belastungen. Also zum Beispiel nüchtern Sessions durchzuführen, gerade so im Medium oder im High-Intensity-Bereich, ist auch hier wiederum etwas naiv, weil du einfach so schnell Kohlenhydrate verbrauchst. Und das führt dazu, dass du erstens nicht die Intensität erreichen kannst, die du eigentlich erreichen möchtest bei diesen Sessions. Und es führt zweitens auch dazu, dass du langfristig gesehen wahrscheinlich nicht die Fortschritte machst, die du dir erhoffst von diesen Sessions. Ich erlebe das relativ häufig bei vielen Kunden, die sehr stark eingespannt sind. Also klassischerweise vielleicht irgendwie der Weekend-Warrior, der zum Großteil am Wochenende trainiert und dann in der Woche irgendwie immer sehr wenig vielleicht schläft und um 5.30 Uhr schon die erste Session macht. Das ist auch, finde ich, so dieses typische, ja, ich optimiere mein komplettes Leben-Phänomen, was auch auf Instagram immer sehr en vogue ist und gepusht wird, hat man das Gefühl. Und hier wird
High Carb Und Zucker Mit Maß
SPEAKER_00dann irgendwie gezeigt, dass man, sag ich mal, jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen sollte, möglichst um 9 Uhr ins Bett geht, um halt die Schlafenszeit zu bekommen und auch hier dann, um halt optimal umzusetzen. Da frage ich mich aber immer, wie sollen dann die Sessions morgens dann auch irgendwie gefühlt werden, wenn man dann irgendwie schon so früh, sag ich mal, trainieren möchte. Und meistens für die allermeisten Menschen ist es auch vom Biorhythmus her gar nicht so förderlich, so früh zum Beispiel schon wirklich in Sport zu gehen. Wenn man so früh trainieren möchte, und ich habe das auch häufig gemacht, dann aber bitte eher niedrige Intensitäten und nicht wirklich morgens um fünf Uhr morgens schon eben die Quality-Sessions zu absolvieren. Das ist halt nicht ganz optimal. Jetzt fragen vielleicht manche ja, wie soll ich denn das machen, wenn ich dann irgendwie noch einen Job habe und sonst was. Ja, ist halt nicht so ganz fair. Ist trotzdem besser, dann eher zu sagen, ich probiere eher nachmittags die High-Intensity-Sessions zu legen und ziehe mich halt bei der Arbeit vielleicht mal irgendwie eine Stunde raus oder anderthalb. Oder ich probiere halt von der Arbeit ein bisschen früher nach Hause zu kommen, probiere irgendwie um 18 Uhr, 18.30 Uhr spätestens so die High-Intensity Session durchzuführen, um dann, sag ich mal, nach Hause zu kommen, um dann halt auch noch runterzukommen. Aber selbst wenn du um 18 Uhr, 18.30 Uhr eine High-Intensity-Session machst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du um 21 Uhr dann irgendwie schon im Bett legst. Muss man auch irgendwie so sagen. Okay, aber Kohlenhydrate dabei sind nicht immer etwas Gefährliches, sondern sie sind auch etwas, was es gibt so viele Studien auch dazu, die klar zeigen, wie wichtig die auch sind für deine Belastung und auch für deinen Fortschritt als Athlet. Und das andere ist, dass auch viele Diäten, sei es mediterrane Diät, sei es eine Paläodiät, sei es andere Dinge, die auch eine gute Menge an Kohlenhydraten immer mit an Bord geben. Also immer so im Bereich von 30, 40 Prozent der Gesamtkalorienmenge sollte mit Kohlenhydraten hier auch irgendwie gedeckt werden. Und das sind so ein bisschen balanciertere Diäten, die jetzt nicht so im Vordergrund rückstehen, die aber über Jahre bis Jahrzehnte gezeigt haben, dass sie bei vielen Menschen sehr, sehr gut funktionieren. Und ich würde sagen, auch aus meiner Erfahrung, dass die aller allermeisten Athleten sehr stark davon profitieren, wenn sie mehr Kohlenhydrate mit an Bord nehmen. Wichtig ist hier aber, Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate sind. Das bedeutet, dass es schon darauf ankommt, wie viel und wie verzweigt auch die Kohlenhydrate sind. Ein Zuckermolekül reagiert anders in eurem Körper als ein Stärkemolekül. Und das ist auch etwas, was man im Kopf behalten sollte, weil einfach nur dann Zucker, Zucker, Zucker, Zucker, Zucker die ganze Zeit reinzugeben und keine langkettigen Kohlenhydrate mit an Bord zu nehmen, ist auch nicht gut. Also ist auch aus gesundheitsphysiologischer Sicht nicht gut. Und dann jemanden zu haben, der einfach nur, gibt es zwar weniger mittlerweile, die einfach nur auf Fructose, auf Honig, auf andere Sachen irgendwie setzen und sagen, es ist egal, weil es sind einfach Kohlenhydrate und gute Kohlenhydrate aus der Natur ist auch nicht der way to go. Sondern hier muss man auch in gewisser Weise einen balancierten Approach für sich auch festlegen. Okay, sprechen wir mal über weitere Themen, die in dieser ganzen Diskussion auch eine wichtige Rolle spielen. Es gab gerade einen, vor zwei Tagen gab es einen sehr, sehr, sehr großen Shitstorm
Medfluencer-Shitstorm Und Unireflexe
SPEAKER_00über eine Medfluencerin, die sich etwas ungut geäußert hat und Werbedie gemacht hat, weil sie eine Krankheit neu erfunden hat. Man muss aber sagen, dass diese Erkrankung, die sie irgendwie neu erfunden hat und die Firma, die irgendwie sie angeschrieben hat, oder der andere Influencer, der sie irgendwie da hat auflaufen lassen. Wenn man sich die Erkrankung anhört, muss man sagen, so physiologisch betrachtet, also es ging um eine postvirale Hypersensibilität, wenn ich mich nicht täusche, der Nasenschleimhaut und dadurch soll die Nase irgendwie wachsen. Und deswegen, klar, haben sie sich halt irgendwie so daraus gedacht, die Pinocchio-Erkrankung. Und es gibt gerade einen sehr, sehr großen Ja-Shitstorm einfach über diesen ganzen Fall. Und ja, was die Influencerin gemacht hat, ist einfach dumm, muss man schon sagen. Das ist natürlich irgendwie auch in Anbetracht von der Expertise, die man mitbringt und auch mit dem Vertrauensbonus, den man einfach auch hat als Arzt, muss man natürlich aufpassen, generell. Und hier ist es auch ganz klar, sozusagen, je mehr Vertrauen man genießt und je größer seine Community ist, desto mehr Verantwortung muss man auch übernehmen und desto mehr muss man auch aufpassen. Mit Alter und mit mehr Reach und mit mehr Menschen, die man erreicht, hat man auch mehr Verantwortung. Und der Verantwortung kann man sich in gewisser Weise auch nicht entziehen. Auf der anderen Seite, finde ich, ist diese Erkrankung, die sie sich ausgedacht haben, durchaus physiologisch darstellbar. Also man muss sagen, ich verstehe, ich könnte diesen physiologischen Weg dahinter verstehen, weil nach Post-Postvirusinfektion kann es auch dazu führen, dass man eben Symptome bekommt. Gerade auch Autoimmuner Natur oder auch anderer Natur, dass es halt so Superinfektionen gibt, andere Sachen. Und deswegen ist prinzipiell auch eine Hypersensibilität durchaus denkbar. Und jetzt so auf diesen Zug aufzuspringen und sofort zu sagen, hey, Ärztekammer und Entziehen der Zulassung und sonst was, dabei muss man dann auch wirklich mal fragen, warum? Also hat die Person jetzt dazu beigetragen, dass irgendjemand kranker wird, weil die Person denkt, sie wäre irgendwie von einer Hypersensibilität der Nase oder Virale betroffen. Und das, glaube ich, muss man hier einfach thematisch einfach genauer anschauen, bevor man einfach nur mit dem Augen, mit dem Finger einfach so voll drauf zeigt und einfach auch sehr, sehr, sehr krasse rechtliche Dinge irgendwie auch in Betracht sieht. Was ich in dieser ganzen Diskussion auch noch relativ spannend fand, wenn wir jetzt nochmal so ein bisschen Gossip und Off-Topic sprechen, ist, dass sich sofort auch alle Universitäten dann von der Studentin distanziert haben. Was ich durchaus schwierig finde, muss ich sagen. Also auch aus Studentensicht, aber auch aus Sicht eben von Universitäten. Weil Universitäten sind natürlich etwas, was eine Institution ist, wo man aber auch klar über Ausschüsse oder sonstige Sachen auch Dinge entscheiden sollte und nicht innerhalb von zwei Tagen sich von allen irgendwie schon ganz klar zu distanzieren. Und ja, da auch diese Debatte auch noch mehr anzutreiben, dann auch institutionell. Ich denke, das ist auch was, was durchaus problematisch ist in dieser ganzen, in dieser ganzen Diskussion. Andererseits, muss man nämlich dann auch sagen, sind zur gleichen Zeit einige Podcasts stattgefunden, die
Impfen Mit Aufklärung Gegen Schwurbel-Fallen
SPEAKER_00dann irgendwie aus einer ganz anderen Richtung kommen, wo über Impfen gesprochen wurde und dass Impfen prinzipiell ja so etwas Furchtbares ist für uns Menschen und dass es so viele Impfschäden gibt. Und natürlich wurde in dieser ganzen Debatte dann auch wieder über Covid gesprochen. Hier ist dann wiederum auf der anderen Seite, muss man sagen, dass Impfen eine der absoluten Errungenschaften ist der Medizin. Es gibt sehr viele Erkrankungen daraus, wenn wir nochmal über die Einführung darüber zu sprechen kommen, die echt gefährlich sind. Sei es Mums, Masern, Röteln, sei es auch diverse andere Erkrankungen, sei es jetzt irgendwie auch Hep C oder andere Dinge, die durch Impfungen oder eben durch gute Impfstoffe die Erkrankungen, dass sie nicht mehr eigentlich, dass sie ausgerostet sind. Und jetzt kommen diese Erkrankungen wieder, weil Menschen sich nicht mehr impfen lassen und ihre Kinder vor allen Dingen nicht impfen lassen, weil sie Angst haben vor Impfschäden. Und ja, auf Impfschäden sollte aufgeklärt werden und es ist auch ein wichtiges Thema, dass man darüber klar spricht, über eben Impfschäden. Keine Frage, bin ich absolut dabei. Aber die Erkrankungen, die wir durch die Impfungen verhindern, sind keine einfachen Erkrankungen. Das sind verdammt schwerwiegende Erkrankungen. Und wenn nachher die Tochter taub ist, weil die Mutter ein Röteln hatte in der Schwangerschaft, dann ist es einfach bitter. Und diese Fälle treten leider wieder deutlich häufiger auf. Oder wenn dann der ganze Kindergarten irgendwie Mumms hat und dann sind danach irgendwie drei der drei Kinder halt irgendwie unfruchtbar, weil der Hoden halt komplett verschleimt wurde. Das sind halt auch so Dinge, das sind Schäden, die entstehen durch diese Erkrankungen, die wir halt in den Griff bekommen haben in den letzten 50, 60 Jahren. Und dabei kann man dann auch nicht sagen, dass alles, was aus der Natur kommt, gut ist. Und man diese Erkrankung einfach durchleben sollte, weil sie eben schon potenziell gefährlich, potenziell sogar auch lebensgefährlich sein können, wenn man sich jetzt Keuchusten oder andere Sachen auch anguckt. Man muss sagen, klar, der letzte Impfstoff, über den Samen sage ich jetzt nicht nochmal, weil sonst wird er wieder irgendwie geblockt, der war natürlich ein anderer Impfstoff. Der ist anders entwickelt worden und es war deutlich, deutlich schneller. Und ja, es gab sicherlich auch erst einige Impfstoffe, die vielleicht auch nicht ganz so gut waren von der Verträglichkeit her und die auch zu mehr Impfschäden beigetragen haben. Jetzt aber in so einen Schwurbel-Kontext dann zu kommen und zu sagen, hey, wir sind irgendwie hier angesteckt worden mit etwas, was langfristig gesehen uns irgendwie alle ausmerzt, geht dann auch in eine ganz bestimmte Richtung und auch in eine ganz bestimmte Schwurbel-Richtung, wo man sich dann auch fragen sollte, wie sieht das denn mit gesundem Menschenverstand irgendwie auch aus? Wie gesagt, das ist auch wiederum etwas, wo auch diese, es eben auch einen sehr starken grauen Bereich gibt hier und ja, man sollte mehr aufklären darüber, gar keine Frage. Und ja, man sollte auch diverse Dinge auch besser irgendwie darstellen. Vielleicht auch mit Masken oder mit anderen Dingen, die damals auch irgendwie stattgefunden haben und da Aufklärungsleistung durchführen. Gar keine Frage, absolut wichtig. Aber per se jetzt Impfen zu verteufeln und das auch im Podcast zu sagen und nicht mehr kritisch zu hinterfragen, das muss man ihm auch sagen. Also da saß ein Arzt, der hat es einfach so gesagt und es wurde einfach nicht kritisch hinterfragt, sondern ganz im Gegenteil, es gab dann irgendwie noch zwei, drei Kommentare, so in die Richtung, ja, absolut, jetzt wissen irgendwie erst die Ärzte, wie übel das damals war. Ist einfach nicht haltbar. Und in der Diskussion zum Beispiel auch da, es gibt einen Riesenaufreger, jetzt letztens wegen dieser Diskussion eben über diese ja irgendwie neue Erkrankung, postvirale Hypersensibilität, wurde sehr, sehr, sehr durch durch den Kakao gezogen. Irgendwie die Unis haben sich an anderen Dingen, haben sich irgendwie daran mit beteiligt. Und auf der anderen Seite jemand, der Impfen per se ablehnt und sagt, boah, nee, aus ärztlicher Sicht ist das absolut nicht vertretbar. Und da auch keinerlei Studien sagt, sondern einfach nur seine Meinung kundtut, was irgendwie alles passiert ist, mit Einzelfällen das Ganze beschreibt, in der ganzen Diskussion. Und das wird einfach so stehen gelassen. Und das finde ich so schwierig eben in dieser ganzen Gesundheitsdebatte mittlerweile. Dabei dann eben auch nochmal ganz klar zu sagen, ey, wie gesagt, Natur kann auch einfach töten und Natur kann auch relativ schnell töten, gerade über Krankheitserreger, gerade über Zustände, gerade über Katastrophen, Verletzungen, sonstiges. Ja, relativ schnell. Und viele Errungenschaften der Medizin, die wir geführt haben, kamen aus Phasen, wo sehr viele Menschen auch irgendwie gestorben sind, sei es Weltkriege, sei es andere Sachen, wo wir uns da auch sehr weiterentwickelt haben in der Medizin, aber auch dadurch, dass wir eben Krankheitserreger mehr in den Griff bekommen haben. Ich meine, prinzipiell ist Medizin und auch so Gesundheit und auch Hygiene so entstanden, weil eben damals Medizinstudenten von der Pathologie, also von dem, oder nicht von der Pathologie, sondern von der, ja doch von der Pathologie, also da, wo letztendlich Schnellschnitte entstehen und da, wo letztendlich Leichen untersucht werden, die danach in den Kreissaal gegangen sind und Frauen untersucht haben und dann ganz, ganz viele Frauen gestorben sind, weil sie halt Erreger hatten aus eben den vorherigen Kadavern. Und dann hat irgendwie ein Student diesen Zusammenhang irgendwie dargestellt, Semmelweiß war das damals. Und so ist eigentlich dann auch erst so zum Beispiel Desinfektion entstanden. Und die könnte man genauso argumentieren und könnte sagen, ja, aber eigentlich Natur ist ja gut. Also die Erreger dann auch in der Gebärmutter sind dann auch gut und sind auch dann förderlich. Führen dann nur leider zum Tod. Okay, gut. Relativ weit gekommen. Sprechen wir als nächstes über Training, ja. Training gibt es auch einige
Training Zwischen Wissenschaft Und Erfahrung
SPEAKER_00Grundsätze, wo es auch sehr apodiktisch, also sehr deterministisch alles geführt wird. Und hier ist eben auf der einen Seite dieses Thema aus Science und Erfahrung. Also, wir haben eine Wissenschaft da draußen, eine Sportwissenschaft, und diese Sportwissenschaft produziert sehr, sehr, sehr viele Ergebnisse zu eigentlich jedem Art von Fragestellung, die man irgendwie so da draußen hat. Sei es Low-Intensity Training besser als High-Intensity Training, Medium Intensity? Wie kann man Krafttraining mit einbauen? Und wie verhält sich zum Beispiel auch, wenn wir Kraft und Ausdauer miteinander kombinieren? Was sind Supplements, die wirklich gut funktionieren? Ist Kreatin wirklich so ein tolles Supplement? Koffein, wie wirkt das? Und da gibt es ganz, ganz, ganz viele Fragestellungen. Und die Sportwissenschaft, die Ergebnisse, die dabei rauskommen, es ist schon sehr wichtig, dass man sich damit einfach auch auseinandersetzt. Weil man natürlich dadurch herausfinden kann, was funktioniert. Und was sind auch neue Methoden oder was sind auch Ansätze, die man einsetzt, die halt auch gut funktionieren könnten. Und sind vielleicht auch viele Methoden, die ich irgendwie auch einsetze. Klappen die überhaupt oder sind die irgendwie auch totaler Mumpitz und klappen halt irgendwie nicht. Weil nur weil ein Profi mal irgendwie was durchgeführt hat, heißt es halt nicht, dass das wirklich der Grund ist, warum er auch so gut ist oder sie so gut ist. Und hier gibt es eben relativ viele Trainer, die über Einzelfälle berichten, wie man jemanden fitter macht. Oder die Pseudostudien durchführen an vier, fünf, sechs Probanden und damit beschreiben, warum jemand irgendwie auch fitter ist. Zum Beispiel, es gab im Hyrux-Bereich diese Diskussion von jemandem, der gesagt hat, ja, also V2 Max ist eigentlich gar nicht entscheidend, das ist total unwichtig, weil wir sollten uns nur an den Lactatschwellen orientieren. Jetzt denkst du natürlich so, als Sportwissenschaftler, ja, okay, true, aber die Lactatschwellen hängen halt mit der V2 Max zusammen. Also du wirst jetzt keine hohe Lactatschwelle haben, wenn du nicht auch irgendwie eine hohe V2 Max hast. Deswegen, Bro, verstehe ich jetzt nicht so genau, was du jetzt genau sagen möchtest. Und das sind dann so physiologische Grundprinzipien, wo du nicht genau weißt, hey, what the talking about here? Und so ist natürlich dann irgendwie manchmal so im Trainerbereich, wo dann so einzelne Methoden krass gehypt werden und dann zum Beispiel auch Athleten nur noch an der Laktatschwelle arbeiten sollten. So, ja, um das System besser zu machen, um Leute zu ökonomisieren, dass sie längere Zeit irgendwie Dinge durchhalten können. So macht man ein Training. Laktatschwellentraining ist halt wichtig, um Athleten kurz vor den Wettkämpfen gut vorzubereiten. Dabei zeigt es sich, dass es super wichtig ist und dass es nicht nur um V2-Max geht. Ja, absolut, gehst du. Aber jetzt jemanden nur mit Laktatschwellentraining fit zu machen, ist ein Problem, weil du machst halt einfach nur, du ökonomisierst nur das ganze System. Also du machst es nur, dass es länger funktioniert, aber du baust nie wirklich den Motor richtig, richtig groß auf. Sportwissenschaftlich jetzt betrachtet. Und du schaffst auch nicht die Voraussetzung, dass du auch die Laktatschwellen besser optimieren kannst. Also du kannst jetzt den Anfänger nicht sofort darauf setzen, zu sagen, hey, mach doch einfach mal achtmal 1000 Meter im Bereich von deiner Schwelle. Und dann ökonomisieren dich halt halt so. Und du absolvierst nur dieses Training. Da hast du halt ganz viele andere Werkzeuge, die du halt nicht benutzt. Und das führt relativ selten dann auch so zum Fortschritt. Zumindest was die Wissenschaft angeht. Klar, es gibt jetzt Einzelfälle, wo genau dieses Training irgendwie auch funktioniert hat. Aber vielleicht hat der Athlet, die Athletin im Vorhinein einfach zehn Jahre schon im Radsport absolviert oder im Rudern oder in anderen Disziplinen, wo sie halt diesen Motor irgendwie auch für sich gebaut haben. Gut, und hier gibt es halt viele auch Influencer, die natürlich jetzt auch so ihr Training haben, was funktioniert hat bei ihnen, irgendwie, was sie sich vielleicht auch so zusammengebaut haben. Und dann nehmen sie dieses Training und sagen, das ist das beste Training und nichts anderes hilft. Sie schließen aber dann von sich auf die Allgemeinheit. Und das ist halt schon ein Problem. Und selbst wenn er auch ein Trainer ist oder eine gewisse Trainingsgruppe hat, muss man auch da mal schauen, welches Kollektiv betreut man irgendwie auch gerade in gewisser Weise. Das bedeutet, ein Training, was man bei Profis durchführt, ist anders als ein Training, was man bei Armaturen durchführt. Und das ist wiederum anders als ein Training, was man bei Anfängern durchführt. Daher auch vielleicht für alle da draußen, die auch überlegen, zum Beispiel ein Coaching oder sonst was irgendwie auch in Betracht zu ziehen oder was anderes, schaut auch mal in die Erfahrungen rein, mit wem haben diese Leute auch so zusammengearbeitet. Man stellt natürlich immer auch gerne seine besten Athleten dar, aber trotzdem ist es wichtig zu sagen, ein bestimmtes Training muss sich an diesem Kollektiv irgendwie auch orientieren. And je mehr Daten man hat, mit je mehr Erfahrungen man sammelt, je mehr natürlich auch man Menschen zusammengearbeitet hat, desto höher wird einfach also diese ganze Daten. Datenbasis. Auf der anderen Seite gibt es dann eben natürlich auch die Wissenschaft. Und hier ist es halt auch so wichtig, dass man sich auch mit wissenschaftlichen Studien auseinandersetzt und schon so irgendwie auch die Literatur kennt, einfach auch, um zu verstehen, erstens, wie kann ich Training überhaupt richtig durchführen? Das ist schon mal enorm wichtig, weil es eben Training nicht gleich Training ist. Also ein Low-Intensity-Training reagiert andererseits als ein Medium-Intensity-Training reagiert, andererseits als ein High-Intensity-Training. Und wenn man halt denkt, einfach nur Ausdauertraining ist einfach nur Ausdauertraining und lasst die Leute auch einfach nur laufen und machen und tun, dann klappt das am Anfang ja, dann klappt das am Anfang gut. Langfristig gesehen klappt das aber selten. Langfristig gesehen führt das fast immer dann auch so zur Stagnation. Und hier ist es wichtig auch, das immer auch mit so zu berücksichtigen und halt zu gucken, das damit auch aufzubauen. Und hier bietet einem auch die Wissenschaft erstmal ein gewisses System und einen gewissen Rahmen, an dem man sich orientiert. Dann muss man trotzdem auch seine eigene Kunst und sein eigenes Coaching mit reingeben. Coaching ist in Art, gewisserweise. Und auch Medizin ist auch eine Art von Art. Zumindest in Deutschland. Das ist auch relativ interessant, kleiner Funfact. Das anglo-amerikanische System ist anders, was Medizin angeht im Vergleich zu Deutschland. Wir haben in Deutschland viel mehr Freiräume, was Gesundheit angeht. Und wer heilt, hat in gewisser Weise auch recht in Deutschland. Das ist anders als in Amerika. In Amerika ist alles deutlich standardisierter. Du hast viel weniger Möglichkeiten eigentlich vom System her. Und deswegen ist aber auch Deutschland vom System her mehr so aufgebaut, dass der Patient bemündigt wird und nicht entmündigt wird vom System. Und das ist wichtig, in diese ganze Diskussion auch mit einzubringen, weil das fehlt mir oft auch hier. Und es ist auch gut, dass es eben in Deutschland auch diese Kultur gibt aus so vielen verschiedenen Akteuren. Nur diese Akteure müssen halt miteinander zusammenarbeiten und sich nicht probieren, irgendwie immer, der hat mir die Scheibe von dem Brot irgendwie hier geklaut, so zu agieren. Und um zurückzukommen auf die Sportwissenschaft und auf das Trainerdasein und Coaching, Coaching ist eine Art. Also es ist auch eine gewisse Kunst, so etwas auch zusammenzubauen und auch so ein gewisses Programm auch zusammenzubauen. Und hier auch, als auch als Coach, sollte man seine Coaches bemündigen. Das heißt jetzt nicht, dass dann auch, das ist nicht auch ein Problem durchaus, dass dann alle Athleten eben probieren, an den Strukturen rumzuschrauben und zu sagen, sie wissen es irgendwie besser. Das ist dann ihr Vertrauen. Und da mussten natürlich auch, und das kann ich euch auch als Athleten da draußen sagen, ihr müsst eurem Coach und eurem Trainer halt auch wirklich vertrauen, dass was ihr macht, dass es halt auch richtig ist und dass es halt auch für euch irgendwie gut funktioniert. Witzigerweise und Fun Fact, ich habe mir auch nochmal so die Daten angeguckt, jetzt auch von ein, zwei Athleten, die echt gut waren diese Saison und die sich enorm verbessert haben. Und der größte Unterschied zwischen den Athleten und den Athleten, wo es nicht ganz so gut funktioniert hat, ist schon die Absierung der Einheiten. Also die Qualität, wie die Einheiten durchgeführt worden sind und auch wie viel oder wie gut sie auch trainiert haben. Also dass sie nicht so viel hin und her geschraubt haben, sondern dass sie eigentlich das Programm ziemlich genauso durchgezogen haben, wie ich es halt am Anfang irgendwie dargelegt habe. Und es hat sich natürlich an ihrem Leben orientiert und an verschiedenen Phasen, aber ich sage auch immer so, der initial geschriebene Plan ist meistens so der beste. Ja, wie kam ich jetzt drauf? Also, Coaching ist eine Art, es ist eine Kunst, es ist auch was, das so auch zusammenzubringen, absolut. Aber man sollte sich natürlich trotzdem auf wissenschaftliche Prinzipien im Hintergrund verlassen. Und man sollte die wissenschaftliche Landschaft irgendwie auch kennen, um herauszufinden, was auch funktionieren kann. Heißt das jetzt, dass alle sportlichen Studien so gut sind? Da
Kleine Stichproben Und Schwierige Übertragbarkeit
SPEAKER_00muss man halt auch sagen, nein, das heißt es nicht. Super viele sportliche Studien draußen sind echt nicht gut gemacht. Das hat damit zu tun, dass das Probandenkollektiv immer sehr klein ist. Also wir reden bei Sportstudien teilweise von sechs bis zehn Probanden. Das ist natürlich ein Unterschied, als wenn man halt eine Pharma-Multicenter-Studie nimmt, wo wir halt verschiedene und ein paar tausend Probanden haben, wo ein Medikament untersucht werden soll. Da sind natürlich auch ganz andere Sicherheitsmaßstäbe da. Aber die Sportwissenschaft würde auch enorm davon profitieren, dass wir die Power erhöhen. Das bedeutet, dass wir eigentlich die Probandenzahl erhöhen. Davon würde die Sportwissenschaft enorm profitieren, ja. Und das andere ist, dass sehr viele Studien durchgeführt worden sind bei einem bestimmten Probandenkollektiv. Und dieses Probandenkollektiv ist meistens Sportstudent männlich 25 bis 30. Und das ist auch ein Problem, weil wir halt so viele, weil natürlich in den Unis auch das, die Menschen sind auf die am meisten oder wo es am einfachsten ist. Ich würde sagen, so, es gibt mittlerweile auch echt mehr Studien mit Frauen auch zusammen, aber so zumindest die meisten Studien, auch in die Studien, sage ich mal, aus den letzten 20, 30 Jahren, sind halt zum Großteil an Männern um die 25 durchgeführt worden. Und auch eben einerseits ist das Problem, dass es natürlich zum Großteil Männer sind. Das ist ein Großteil, es ist ein Problem, dass sie halt auch sehr jung sind. Das ist, was aber auch noch ein größeres Problem ist, wie ich finde, ist, dass das Aktivitätslevel bei den meisten schon sehr hoch ist. Also natürlich ist ein Sportstudent oder eine Sportstudentin, beschäftigt sich mit Sport. Und selbst wenn sie vielleicht nicht so viel trainiert oder auch nicht so viel Ausdauersport gemacht hat, dann wird sie ja irgendwas dahin geritten haben, Sport zu studieren. Und die Person dann mit Liesien Müller zu vergleichen, die 65 ist und noch nie in ihrem Leben wirklich Sport gemacht hat und die Ergebnisse von den Studien mit den Sportstudenten oder Studentinnen dann auf Liesien Müller zu übertragen, ist dann eben relativ schwierig. Und hier hakt die Sportwissenschaft eben auch. Und hier ist es dann auch wieder so ein riesengroßes Problem zwischen auf der einen Seite der Sportwissenschaft und dann wiederum der Medizin. Weil, und das ist dann auch wieder so ein typisches, ja, es ist auch so ein akademisches, anstrengendes Problem oft, dass eben dann die Sportwissenschaftler nicht so gut mit den Ärzten können und die Ärzte dann auch wiederum nicht so gut mit anderen akademischen Disziplinen können, weil Ärzte im Durchschnitt eben sehr isoliert sind von jeglicher anderer akademischen Einrichtung. Also, ich kann nur von mir sprechen, aber wir hatten eigentlich auch Vorlesungen nur mit Zahnmedizinern, nur mit Medizinern, vielleicht mit ein paar Apothekern. Und es war alles an einem anderen Campus, als wo alle anderen studiert haben. Und es findet nicht wirklich eine Verzahnung statt zwischen den verschiedenen Gesundheitsbereichen. Und Ärzte haben auch rechtlich betrachtet natürlich die Hoheit über Gesundheit. Das heißt, eine ärztliche Meinung zählt natürlich immer mehr, auch rechtlich betrachtet, im Vergleich zu einem Sportwissenschaftler. Und das führt auch wiederum zu einem gewissen Unmut bei beiden Disziplinen, weil sich die Ärzte ungerne korrigieren lassen möchten von einem Sportwissenschaftler. Noch schlimmer natürlich von irgendwie einem Influencer, der sich nur ein bisschen damit auseinandergesetzt hat. Und aber auch die Sportwissenschaftler auch Probleme haben, wenn vielleicht der Arzt dann auch nochmal den Zeigefinger hebt und sagt, hey, so gesundheitlich betrachtet finde ich das jetzt irgendwie alles nicht gerade ganz so gut, ehrlich gesagt, das so zu machen. Und ich sage, es gibt dann auch so ein paar Probleme, vielleicht, die dabei entstehen könnten. Und ja, das ist eben auch so, wo man sagen muss, dass jetzt noch mehr zu polarisieren und noch mehr den Finger auf Leute zu zeigen und zu sagen, hey, das ist wirklich totaler Mul und du hast irgendwie gar keine Erfahrung von gar nichts. Und du machst es ja irgendwie auch erst seit zwei Jahren und hast irgendwie gerade angefangen im Studium. Also jetzt mach doch irgendwie erstmal eine fünf, sechs Jahre Ausbildung, bevor du hier irgendwas sagst. Führt auch nicht unbedingt dazu, dass man mehr miteinander redet, sondern führt auch eher dazu, dass diese ganze Kluft in der Gesundheit einfach immer mehr auseinanderdriftet. So, ich glaube, das war ein sehr schöner Abschluss. Und ich hoffe, euch hat der Podcast gefallen.
Abschluss Mit Feedback Und Neuem Sound
SPEAKER_00Ich freue mich natürlich immer über einen Daumen. Schreibt mir auch gerne dazu, wie ihr das seht. Interessiert mich natürlich auch, weiß nicht, seid ihr Sportwissenschaftler, gebt das gerne mal an. Irgendwie seid ihr Ärzte, seid ihr Physiotherapeuten und wie erlebt ihr das vielleicht auch so bei euch in eurer Praxis? Interessiert mich immer sehr. Und achso, ich hoffe, euch gefällt übrigens der neue Sound. Ich habe ein Upgrade gemacht. Und ich habe jetzt schöne große Mikrofone. Ne, schöne große Kopfhörer. Die verdecken komplett meine Ohren. Aber ich habe das Gefühl, es hat doch einen ziemlichen Effekt auf den ganzen Podcast. Alright, Leute. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, einen wunderschönen Nachmittag, wo auch ihr seid. Und wir hören uns nächste Woche. Bis dahin. Ciao, ciao.
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