ROCKET SCIENCE – mit Dr. Golo Röhrken
ROCKET SCIENCE ist der wöchentliche Podcast für Health und Performance.
Dr. med. Golo Röhrken zeigt Dir, wie Du Wissenschaft, Training, Nervensystem, Erholung und Alltag so miteinander verbindest, dass nachhaltige Leistungsfähigkeit entsteht – körperlich und mental.
Hier bekommst Du klare Strategien, Tipps, Meinungen und Perspektiven auf Training, Umfeld, und deine persönliche Entwicklung.
ROCKET SCIENCE – mit Dr. Golo Röhrken
SPORT: SUCHT & WEGLAUFEN vor PROBLEMEN.
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Sport kann Dir helfen psychische Herausforderungen zu überwinden.
Sport hilft Dir in mehrfacher Hinsicht, psychische Herausforderungen zu bewältigen, Stress abzubauen und die generelle Stimmung zu verbessern. Allerdings es ist wichtig, daran zu denken, dass körperliche Betätigung nicht als Flucht vor emotionalen Problemen genutzt werden sollte. Körper und Geist hängen eng miteinander zusammen. Körperliche Betätigung kann zwar vorübergehend Linderung verschaffen, muss aber in Maßen erfolgen und mit anderen psychologischen Behandlungen wie Therapie oder Beratung kombiniert werden. Sportliche Betätigung verschafft nur kurzfristige Befriedigung und kann psychische Probleme sogar verschlimmern, wenn sie nicht richtig eingesetzt wird.
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Willkommen zu Rocket Science, eurem Podcast für Gesundheit, Fitness und Leistung. Mein Name ist Dr. Golo Wörken. Ich bin Arzt und Coach.
SPEAKER_00Und mein Name ist Dr. Leon von Chalam. Ich bin Ärztin und Wissenschaftler. In diesem Podcast wollen wir euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse näherbringen und euch zeigen, dass die Verbesserung eurer Gesundheit und Leistung keine Raketenwissenschaft ist.
SPEAKER_01Moin Leute und willkommen zu Rocket Science. Heute sprechen wir über das Thema Sportsucht. Sportsucht ist etwas, was viele Athleten betrifft, gerade auch sehr, sehr viele Amateurathleten. Ich würde sagen, es ist verbreiteter im Amateurbereich als im Profibereich sicherlich, weil eine Sportsucht in den allermeisten Fällen dazu führt, dass man nicht leistungsfähiger wird, dass man stagniert, dass man Verletzungen entwickelt und sich in den Keller trainiert. Ich sag mal zur Einführung vielleicht, weil das ganze Thema ist ein Tabuthema, ist was, was relativ selten besprochen wird und es betrifft auch nur einen sehr kleinen Teil unserer Gesellschaft. Ein Großteil unserer Gesellschaft ist nicht wirklich fit, ein Großteil unserer Gesellschaft macht deutlich zu wenig Sport. Und man wird in gewisser Weise auch immer dafür stigmatisiert, wenn man sehr, sehr, sehr viel Sport macht und wenn man zum Beispiel keinerlei Probleme damit hat, Gewicht zu verlieren. Trotzdem gibt es diese Menschen und es gibt genug davon. Und ich würde sagen, ich war auch so eine Zeit lang auf der Rasierklinge, wo man sagen kann, okay, es ist einfach ein bisschen zu viel geworden. Und ich sag mal, da möchte ich einfach heute mal eine Einführung zugeben in das ganze Thema. Möchte Menschen zeigen, wie sie auch vielleicht so ein bisschen da rauskommen können, wie sie das auch für sich nutzen können und wie man auch einen gesunden Ansatz zu Sport einfach auch entwickelt. Und so zur Einführung möchte ich natürlich erstmal so betonen, wie gut Sport ist und dass Sport und athletische Entwicklung und Fitness und Leistungsfähigkeit Dinge sind, die dir enorm weiterhelfen können in deinem Leben. Dafür bin ich, glaube ich, so das beste Beispiel irgendwie, weil Sport hat mir geholfen, viel mehr aus meinem Leben zu machen. Und ich bin ganz, ganz fest davon überzeugt, dass wenn ich nicht leistungsmäßig Triathlon gemacht hätte, hätte ich sicherlich nicht Medizin studiert, hätte ich sicherlich, wäre ich sicherlich nicht irgendwie auch akademisch gut unterwegs gewesen, hätte sicherlich auch keine Doktorarbeit in dem Bereich geschrieben, der mich irgendwie interessiert hat und hätte einfach auch nicht das Coaching und die Sachen, die danach so gefolgt sind, aufgebaut. Deswegen hort, Lebensstil, Training, das richtige Training sind unglaublich gute Tools. Es hilft dir, mehr aus deinem Leben zu machen. Es hilft dir, leistungsfähiger zu werden. Es hilft, eine Body-Mind-Connection aufzubauen, was unglaublich wichtig ist. Viele Menschen haben keinerlei Kompetenz in dem Bereich von Sport, in dem Bereich von Training, in eine Erfahrung auch mit dem Körper zu machen, sich selber auch mehr kennenzulernen und auch im Hier und Jetzt zu leben. Und Sport hilft dir dabei, genau das zu erfahren. Das heißt, wenn du Sport machst, bist du eigentlich immer im Hier und Jetzt unterwegs und du schaffst ein Bewusstsein dafür, daran zu arbeiten. Und sich auch vielleicht, wenn man Sport macht, nicht immer abzulenken mit Musik, mit anderen Dingen, die einen ablenken, vielleicht von dem Fokus, den man auch im Sport erleben kann. Und dann hat man ein unglaublich gutes Tool, um das, sage ich mal, bei sich einzubauen. Und dabei muss man sagen aber, dass es schon die richtigen Strukturen gibt und individuelle Strukturen, die man einbauen sollte. Und dass es wichtig ist, da auch auf individuelle Strukturen zu achten und nicht einfach irgendetwas einzubauen in der Hoffnung, dass es halt irgendwie funktioniert. Ich sag mal, es gibt dann aber auch eben die andere Seite von Sportlichkeit und auch von athletischem Training, wo es dann in so eine gewisse Pathologie abrutscht. Und das hat sehr viel damit zu tun mit eben dem ganzen Punkt Body Mind Connection. Was ist Body Mind Connection genau? Prinzipiell ist es die Verbindung aus körperlichen Erfahrungen und der Verarbeitung von emotionalen, psychologischen Zuständen. Und dabei kann einem Sport sehr, sehr stark helfen. Sport führt dazu, dass wir diverse Endophile ausschütten, dass wir Dopamin produzieren, dass wir vor allen Dingen auch Serotonin produzieren. Das heißt, wir produzieren Glückshormone, gerade auch so nach einer sportlichen Belastung, gerade auch so nach einem sportlichen Training. Und ich glaube, das kennen die meisten einfach von euch aus. Dass wenn man vielleicht bei der Einheit ist, fühlt man sich vielleicht schon irgendwann sehr, sehr gut. Das betrifft vor allen Dingen auch sehr gute Athleten. Dass wenn du ein gewisses Niveau hast, dann merkst du auch bei der sportlichen Session, wie du in einen sogenannten Flow-Zustand überkommst. Das heißt, du denkst nicht mehr wirklich darüber nach, was du gerade tust, sondern erfährst nur noch, dass zum Beispiel erlebst du auch bei sehr, sehr harten Sessions, bei High-Intensity Sessions kommst du gerne mal in einen Flow-Zustand. Oder auch bei einem Wettkampf kommst du super, kommst du schnell in so einen Flow-Zustand. Ich weiß, ich habe zum Beispiel bei meinem Iron Man Hamburg 2017, was für mich so eines der absolut coolsten Events war, was ich jemals so erleben durfte, weil ich mit einer relativ geringen Erwartungshaltung in das Event gegangen bin, weil ich mich die Jahre vorher nicht wirklich verbessert hatte und da eine neue Strategie für mich gefahren habe, wo ich viel mehr an der Ernährung gearbeitet habe, an ganzheitlichen Faktoren gearbeitet habe, mehr daran gearbeitet habe, auch meine Gesundheit erstmal in Ordnung zu bringen, zu gucken, ob mein Hormonsystem wieder gut funktioniert, mehr Krafttraining gemacht habe. Und Iron Man Hamburg 2017 war für mich das absolute Durchbruchrennen, wo ich schon so auf der Fahrradstrecke gemerkt habe, okay, du kommst richtig, richtig gut nach vorne. Und ich war dann in den Top 3 der Amateure unterwegs und bin dann vom Fahrrad, glaube ich, abgestiegen als Vierter der Amateure und konnte dann sehr schnell nach vorne laufen und Erster werden. Und das hatte ich nicht erwartet, weil ich vorher immer gedacht habe, ich bin nicht so ganz der beste Läufer. Und war dann ultimativ happy mit dem Ergebnis vor allen Dingen nachher. Und aber auch in der Konstellation. Ich bin dann beim Laufen noch mit einem anderen Athleten, mit Benny Dicke, sind wir zusammengelaufen und eigentlich ist Benny ein besserer Läufer immer wie ich gewesen. Ich konnte mich aber an dem Tag irgendwie nicht schlagen und ich bin irgendwann in so einen Zustand gekommen, wo ich nicht mehr darüber nachgedacht habe, was jetzt das Richtige ist und was ich tun sollte, sondern wo ich einfach in so einem Flow-Zustand war und wo ich meinem Körper so die Verantwortung gegeben habe. Also ich habe mehr probiert, nicht darüber nachzudenken, was als nächstes passiert, sondern ich habe mehr probiert, eher Kontrolle zu reduzieren und darauf zu achten, dass ich ja einfach im Moment agiere und flow. Und das ist das, was super gut dir helfen kann und emotional halt auch helfen kann, gewisse Dinge auch zu verarbeiten, weil emotionale Zustände und psychologische Dinge auch viel in unserem Unterbewusstsein stattfinden. Und wenn du dir halt zum Beispiel psychologische oder Psychotherapeuten anguckst, dann gibt es immer verschiedene Möglichkeiten, auch so an das Unterbewusstsein ranzukommen. Und ich zum Beispiel habe erlebt, wie Sport einfach auch dabei einem helfen kann, da genau hinzugehen. Es ist letztendlich auch so ähnlich wie zum Beispiel eine Hypnosetherapie oder eine Atemtherapie oder Dinge, die dir einfach helfen von deiner großhöhen Rinde, dass da einfach die Aktivität abnimmt und du mehr unterbewusst Dinge wahrnimmst und verarbeitest. Prinzipiell auch so ähnlich wie Schlaf, sage ich mal. Da werden ja auch eine ganze Menge irgendwie an unterbewussten Dingen einfach so verarbeitet und verschaltet. Und in der Zeit, wo ich das halt irgendwie so erfahren habe, beziehungsweise vorher, habe ich halt auch Sport sehr, sehr stark immer so als Ventil benutzt. Auch um in so einen Zustand reinzukommen. Und vielleicht aber auch, um manchmal dann auch mit gewissen Dingen einfach auch so nicht zu beschäftigen. Weil ich sag mal, wenn du halt jetzt Sport sehr, sehr exzessiv betreibst, dann musst du auch manchmal dich mit gewissen Situationen nicht beschäftigen. Vielleicht laufen Dinge irgendwie in deinem Alltag nicht ganz so gut. Vielleicht hast du Beziehungen in deinem Leben, die nicht ganz so gut funktionieren. Vielleicht hast du einen Partner, wo es irgendwie nicht ganz so gut läuft oder wo halt Dinge irgendwie nicht ganz so gut gerade funktionieren. Und dann kann dir Sport dabei helfen, vielleicht auch da gerade nicht hinzugucken und einfach eine Trainingssession durchzuführen. Genauso irgendwie in deinem Job, wenn du halt irgendwie Dinge hast, die vielleicht komplett aus dem Ruder laufen und du bist halt in einer Situation, wo irgendwie dein Chef total toxisch ist oder du Dinge erfährst, die dich eigentlich gar nicht glücklich machen und vielleicht auch die Perspektive, die du in deinem Job hast, dich nicht wirklich glücklich macht, dann kann dir auch Sport dabei helfen, das als Ventil zu benutzen und dann einfach eine Trainingsession durchzuführen. Das hilft dir symptomatisch das Ganze zu verbessern. Das heißt, du kannst Sport dann als Ventil nutzen und symptommäßig das Ganze verbessern. Das ist so, als wenn du einen Schmerz hast, der vielleicht von einem gebrochenen Bein herkommt und du nimmst die ganze Zeit Schmerzmedikamente ein. Ja, du hast weniger Schmerz, aber nein, die Ursache wird dadurch nicht behoben. Und wenn du jetzt sehr, sehr stark und exzessiv Sport betreibst, dann beginnt dieser Zyklus oder dieser toxische Zyklus eben davon, auf der einen Seite vor Dingen wegzulaufen und kein Bewusstsein zu schaffen für Probleme, die in deinem Leben da sind. Und auf der anderen Seite entschaffst du vielleicht auch so eine gewisse Besessenheit, fit, gesund, gut auszusehen, was dann in so eine gewisse Spirale mündet gerne. Das heißt, du hast auf der einen Seite das Grundproblem, was da ist, was eigentlich dir unglaublich viel Schmerz verursacht, du aber dieses Problem die ganze Zeit probierst zu blocken und nicht dir bewusst zu machen. Das heißt, du hast ein Grund, ein unterliegendes Problem, wo du dich vor versteckst und wo du eigentlich auch keine Lust hast, dich damit zu beschäftigen, weil es sehr viel Schmerz verursacht. Und dann hilft dir Sport dabei, das Ganze zu verdrängen. Das ist dann letztendlich so ähnlich auch wie eine Droge, weil Menschen, die einen sehr, sehr exzessiven Drogenkonsum haben, und die dann vielleicht auch daran festhängen und hängen bleiben, haben auch meistens emotionale Zustände, die unterliegend sind vor dem Problem. Und dann hilft dir so eine Droge, zum Beispiel irgendwie Kokain, hilft dir dann dabei, dich gut zu fühlen, ein gutes Selbstbewusstsein zu entwickeln in der Situation, wenn du die Droge halt nimmst. Und das ist dann auch ein Ventil, wo du dann auch Endorphine, Serotonin, Dopamin ausschüttest und dann einfach an den Punkt kommst, wo du auch etwas hast, womit du das Symptom letztendlich behandeln kannst. Du kannst dann damit dann auch, wenn du Drogen nimmst, fühlst du dich dann einfach besser. Du fühlst dich dann in der Situation besser, du fühlst dich selbstbewusster, du fühlst dich Herr der Lage. Ursächlich behandelst du das Ganze aber nicht. Ursächlich verändert sich nicht wirklich was bei dir. Und du schaffst dir eben nicht das Bewusstsein, dass etwas bei dir gerade nicht stimmt und dass du etwas in deinem Leben verändern solltest. Und durch Sport kannst du das eben auch erreichen. Du läufst letztendlich vor dem Problem weg und du schaffst dir diesen Zyklus auf der anderen Seite, dass du sagst, ich will fit, ich will gesund, ich will leistungsfähig werden. Das heißt, du schiebst dann diese Gesundheit vor und dann kommst du in so einen Zyklus rein, wo es dann nicht mehr auch gesund ist, weil du probierst einfach auch dann sehr, sehr stark dir einen Bereich zu schaffen in deinem Leben, wo du vielleicht besser aussehen möchtest, wo du vielleicht gesünder sein möchtest, wo es aber sehr viel auch um schnelle und schnelle Fortschritte geht. Und es fällt dir eben auch schwer, dann Training-Sessions zu absolvieren, die dir einfach helfen. Weil du letztendlich in den Training-Sessions dann viel mehr probierst, immer an deine Grenze zu gehen. Und in den Training-Sessions probierst, vor der ursächlichen Sache wegzulaufen. Und damit Training gut funktioniert, musst du eher in so einen meditativen Zustand kommen. Damit meine ich, dass Sport sollte für dich nicht so ein Zwang sein sollte. Es sollte nicht so sein, ich muss das jetzt machen, ich muss das durchführen, ich muss mich wieder zum Sport quälen, sondern Sport sollte so sich für dich anfühlen, dass du ein gewisses meditatives Element hast. Dass du merkst, boah, ich kann damit irgendwie mein Bewusstsein eher erweitern, ich kann mich irgendwie gut fühlen, ich kann mehr an mein Unterbewusstsein rankommen, ich kann mir irgendwie fühlen, was ist da, was sind da auch vielleicht für unterliegende Probleme, wie kann ich daran arbeiten, wie kann ich mich insgesamt entwickeln und wie kann ich auch dadurch mich vielleicht auch anders noch kennenlernen. Und eben nicht. Sport ist einfach nur das Ventil, um vor etwas wegzulaufen und Schmerzen vielleicht zu erzeugen, die dir dann dabei helfen, mehr Endorphine zu produzieren. Okay, das war jetzt ein bisschen viel. Da muss ich, glaube ich, ein bisschen einsteigen. Also, prinzipiell, je intensiver die Session ist, je schmerzhafter die Session ist, je härter die Session ist, desto höher ist natürlich auch die Endorphinausschüttung. Keine Frage danach. Das heißt, wenn du Sessions hast, wo du dich sehr, sehr stark überwinden musst, High-Intensity Sessions, andere Sessions, ist danach die Endorphinausschüttung höher. Ist danach die Serotoninausschüttung höher, die Dopaminausschüttung höher. Wenn du einen Wettkampf machst, erlebst du das, du hast richtig so ein Rausch. Du fühlst dich crazy. Das ist einfach wie, weiß ich nicht, als wenn du halt irgendwie was eingenommen hättest. Das ist ein unglaublich heftiges Gefühl. Gerade so, wenn du irgendwie ein großes Ausdauerevent findest, sei es jetzt irgendwie ein Marathon, ein Iron Man, andere Dinge, wo du dich halt wirklich überwinden musst und wo du richtig lange auf dieser Rasier klingen kannst, musst du sagen, ich schaff's nicht, ich schaff's nicht, ich schaff's doch, vielleicht schaffe ich es, ja, ich hab's geschafft. Das gibt dir unglaublich viel, es gibt dir einen unglaublichen Boost for sehr, sehr, sehr, sehr viele Dinge. Und danach crash du auch immer, auch as Ausdauer. Du hast einen unglaublich geilen Event, du hast einen unglaublich geilen Wettkampf and celebrierst das Ganze vielleicht noch ein bisschen anders crashst du. Weil danach fliegen die Dopamine and die Serotonine, alles fliegt dann erstmal runter. And nach jedem Iron Man hast du so eine Mini-Depression, where du einfach so denkst, boah, ich fühle mich eigentlich gerade gar nicht so richtig gut, es fühlt sich nicht so richtig schön an. Und eigentlich habe ich auch, kann ich sagen, ganz nicht so wirklich viel Lust. Ich melde mich jetzt einfach mal im neuen Event an und danach geht es weiter. Aber dieser Crash und dieses Abfall von Dopamin und Serotonin ist normal und es ist auch gut, dass es auch dann abfällt. Und wenn du immer sehr, sehr harte Sessions machst und immer diesen Kreislauf brauchst aus Serotonin, Dopamin und nur probierst eben mit dem Sport dir den hormonellen Kick dann einfach zu geben und den Endorphinkick zu geben, dann kommst du eben in ein Suchtprozesse rein. Und dann nutzt du Sport genauso wie eine Droge. Dann nutzt du Sport einfach nur, um den Endorphinkick dir halt zu holen. Und dann wird es sehr, sehr gefährlich. Das heißt, Sport kann dir helfen, auf der einen Seite psychische Herausforderungen zu überwinden. Ja, kann es. Du kannst es nutzen als Ventil, du kannst es nutzen, um symptomatisch da auch vielleicht dir helfen, einfach psychische Herausforderungen zu bewältigen. Ist einfach auch natürlich eine sehr, sehr gute Möglichkeit, um akut dann einfach auch Stress vielleicht mal abzubauen, um aus Situationen rauszukommen, um vielleicht auch nicht überzureagieren. Das war bei mir ein ganz, ganz großes Thema, dass ich jemand bin, der, wenn ich emotional involviert bin, wenn ich irgendwie intuitiv reagieren soll und dann Situationen kommen, die vielleicht kritisch sind, dann hilft mir Sport einfach erstmal so ein Exit zu haben und zu sagen, okay, pass auf, ich habe jetzt die Möglichkeit, einmal eine Sportsession zu machen, danach ist es besser, danach kann ich die ganze Dinge noch neu bearbeiten und bewältigen. Das war auch immer so das typische Thema mit meinen Freundinnen, wo die dann gesagt haben, okay, Golo, mach jetzt bitte erstmal Sport, weil wenn du das gemacht hast, bist du einfach wie ein anderer Mensch. Aber jetzt akut in der Situation, du überreagierst einfach dann sehr, sehr stark. Klassiker bei mir. Und dann hilft dir halt Sport kurzzeitig vielleicht auch mal rauszugehen und das Ganze neu zu bewerten. Auf der anderen Seite kann und du hast dann eben natürlich auch Abbau von Stresshormonen, also Cortisol-Level gehen runter, was gut ist. Du hast ein bisschen Ausschüttung natürlich irgendwie von Endorphin, gerade wenn du eine Low-Intensity Session machst, gerade vielleicht auch, wenn du nicht mit Musik läufst, dann hast du die Möglichkeit, da auch noch mehr zu verarbeiten, die Dinge irgendwie auch bewusster zu machen, mehr wahrzunehmen, vielleicht so die Natur wahrzunehmen, dich wahrzunehmen, deinen Körper wahrzunehmen. Das sind alles Dinge super gut. Das ist wie auch so eine Art natürliches Schmerzmittel, was du einsetzen kannst und das hilft dir einfach dann auch langfristig dein Wohlbefinden und die Entspannung zu fördern. Andererseits ist aber dann auch, wenn du es halt einsetzt, um stetig halt nur diesen Kick zu haben und dann eine super, super harte Session direkt danach zu bauen, um dich halt mit dem ganzen Thema nicht mehr auseinanderzusetzen und einfach dein Bewusstsein halt zu benebeln durch die Endorphine, durch die Hormone, dann ist es letztendlich eine Flucht vor emotionalen Prozessen. Und dann gerätst du viel schneller eben in eine Sportsucht. Und dann gerätst du viel schneller auch in Probleme, wo es dann halt auch darum geht, zum Beispiel, dass du auch probierst, vor emotionalen Themen wegzulaufen und dann auch sehr, sehr exzessiv auch das Thema Gesundheit und Leistungsfähigkeit aufzubauen. Das heißt, du probierst dann auch sehr exzessiv vielleicht auch ein Körperimage von dir zu entwickeln, was vielleicht nicht mehr so wirklich gesund ist. Du läufst dann von dem einen Problem, was du eigentlich hast und womit du dich eigentlich vielleicht beschäftigen solltest, erzeugst du dann ein neues Problem, so quasi wie ein Spiegel, mit dem du dich halt lieber jetzt auseinandersetzen möchtest und worauf du auch dann den Fokus setzt, um dich nicht mit der ursächlichen Problematik zu beschäftigen. Der Klassiker ist dann eben zum Beispiel, du hast vielleicht ein familiäres Problem, was irgendwie sehr dramatisch ist für dich, vielleicht auch, was ein gewisses Trauma bei dir erzeugt hat. Und dann fängst du an, sehr, sehr exzessiv Sport zu machen, dich sehr exzessiv vielleicht mit anderen Profi-Athletinnen, Athleten auseinanderzusetzen, das Körper-Image von denen zu übernehmen, zu denken, ich möchte so aussehen wie die, und dann auch sehr, sehr exzessiv zu werden. Und dann vielleicht deine Ernährung zu kontrollieren, dich mehr zu kontrollieren, dich halt sehr schnell probieren, auf dieses Image zu projizieren und sehr schnell probieren, auch dieses Image zu erreichen. Und dann kommt es schnell zu Problemen, weil auch dann dein Bewusstsein sich sehr stark dann auch von diesem Image leiten lässt. Und dadurch, dass du den Schmerz hast, unterbewusst immer noch von der anderen Situation, die du eigentlich nicht lösen möchtest. Dadurch wird es dann sehr schnell exzessiv in dem anderen Bereich. Und dadurch, dass du unterbewusst immer noch den Schmerz hast, fängst du dann schnell auch an mit Körperschematerstörungen, mit vielleicht auch einer Essstörung, mit falschen Trainingsintensitäten. Du bist meistens viel, viel, viel zu intensiv unterwegs. Du machst Dinge, wo du eigentlich auch weißt, dass sie nicht wirklich so gut für dich sind, einfach aber um dem anderen Problem aus dem Weg zu laufen. Und dann kann letztendlich auch Sport psychische Problematiken verstärken. Weil übermäßiges Training erschöpft dann natürlich auch so den Geist und erschöpft dann einfach. Einfach auch dein Bewusstsein und dann ist es einfach schwierig für dich, dich auch zu konzentrieren. Es fällt dich schwieriger, auf vielleicht auch zu schlafen. Sport ist dann einfach so das Ventil, sage ich mal, um einfach nicht hinzuschauen und dein Bewusstsein zu betäuben, damit du dich einfach mit dem anderen nicht beschäftigst. Und dann kommst du in so eine Spirale, wo du einfach dauerhaft müde bist, wo du einfach, wo dein Körper einfach nur überlastet ist, wo er nicht mehr genug Energie hat, wo nicht auch genug Hormone produziert werden, wo du dann gerne auch eine Körperschematerstörung entwickelst, wo du dann auch vielleicht eine Essstörung entwickelst. Und dann kommt es sehr, sehr schnell, gerade so, wenn man das Thema Essstörung noch mit dazukommt, dann relative Energiedefizite, worüber wir auch schon gesprochen haben, relatives Energiedefizit ist ein Zustand, wo du deinem Körper zur falschen Zeit nicht genug Energie zur Verfügung gibst. Und das führt dazu, dass du sehr schnell hormonelle Probleme entwickelst. Dass du Zyklusprobleme zum Beispiel als Frau entwickelst, dass du keinen Zyklus mehr hast, keinen regelmäßigen. Bei Männern sind es dann häufig Libidio-Probleme, Testosteronproduktion fällt zusammen. Und das geht, gerade wenn man in so relative Energiedefizite kommt und wenn man auch in so eine Sportsucht kommt, geht das sehr, sehr schnell. Das geht dann meistens zum Bereich von drei, vier, fünf Wochen. Und die Zustände erhalten sich teilweise dann über Monate, teilweise auch über Jahre. Und da muss man auch sagen, dass wenn die Hypophyse, das heißt unsere Hörenanhangstdrüse, die eigentlich so hormonelle Zustände reguliert, wenn die einmal festgestellt hat, dass so gerade die Sexhopalhormone absolut low sind und im Eimer sind und im Keller sind, dann dauert das sehr lange, bis die sich wieder regenerieren. Dann dauert das gerne nochmal ein Jahr, anderthalb Jahre, bis sie halt einfach wieder dahin, wo sie einfach waren. Und dann führt dieses sehr exzessive Sport machen und diese gewisse Sportsucht, führt dann einfach dazu, dass du hormonelle Ungleichgewichte entwickelst, du hast dann meistens eine Appetitlosigkeit, gerne dann noch vielleicht eine unterliegende Depression, wo du dann halt denkst, ich muss mich die ganze Zeit beschäftigen, weil ich sonst einfach nicht mit mir klarkomme alleine. Das ist dann auch häufig ein Grund, wo man merkt, dass wenn man Ruhe hat und wenn man Zeit für sich hat und gerade keinen Sport macht, dass man sich nicht mehr so wirklich gut fühlt. Und dann sage ich mal auch eine krasse Müdigkeit. Okay, das war jetzt ganz schön viel. Also, was kannst du tun? Also du kannst als erstes, ist es erstmal sehr wichtig, dass du ein Bewusstsein dafür auch schaffst, wie du sportlich agierst. Wie betrachtest du auch für dich Training? Muss Training immer hart sein? Muss Training immer so sein, dass es dich irgendwie an die Grenze bringt? Muss jede Session so sein, dass du danach denkst, boah, ich bin jetzt gerade am Kotzen? Das sind definitiv Red Flags, die du bei dir feststellen solltest und die du auch ein bisschen begutachten solltest, weil, da haben wir auch schon ganz häufig darüber geredet, das wichtigste Training, was du machen kannst, ist Low-Intensity Training. Und das musst du für dich aufbauen. Und das ist auch so dieses eher meditative Training, was nicht wirklich hart ist, was gut durchführbar ist, was bei unter 80% deiner maximalen Herzekern stattfindet. Und was du vielleicht auch mal ohne Musik oder andere Dinge, Stimulanzien durchführen kannst, einfach nur um dich mehr wahrzunehmen und auch so zu merken, was macht der Sport mit dir? Fühlt sich das gut für mich an? Das ist so der erste Punkt. Dass du erstmal für dich herausfindest, welche sportlichen Sessions mache ich, wie setze ich die für mich um, mache ich zum Großteil High-Itensity-Sessions, brauche ich irgendwie immer diesen Endorphin-Kick oder brauche ich den nicht? Punkt Nummer zwei. Schaff dir auch ein Bewusstsein dafür, warum du mit dem Sport angefangen hast. Was war so der Auslöser des Ganzen? War es irgendeine Situation, die du vielleicht hattest in deiner Familie, war es eine Situation, mit deinem Freund, war es eine Situation, in deinem Beruf, waren es andere Dinge, die zu grundlegend sind, warum du vielleicht auch mit dem Sport und auch mit dem Leistungssport angefangen hast. Und probiere auch ursächlich da reinzugehen, dich auch damit zu beschäftigen, was auch vielleicht da die grundlegenden Probleme sind. Und auch daran vielleicht zu arbeiten, wenn es auch ein schmerzhafter Prozess ist und wenn es auch ein traumatischer Prozess ist, sich da auch Hilfe zu nehmen. Also da auch einen Psychologen zu Rate zu ziehen und einfach auch mal auch die gesetzliche Krankenkasse, du hast Anspruch auf eine psychologische Beratung. Und ja, das macht sehr, sehr, sehr viel Sinn, das auch mal in Anspruch zu nehmen und sich auch mal mit den Themen zu beschäftigen. Weil Psychologie ist auch was, was du trainieren kannst und du solltest dich auch damit beschäftigen und auch mit deinem Mindset beschäftigen. Du wirst auch im Sport deutlich besser agieren, wenn du mit einem vollen Glas von deinem Mindset agierst, als wenn es dauerhaft leer ist und dauerhaft so aufgebaut ist, dass du eigentlich nur für irgendwelchen Problemen wegläufst. Okay, Punkt Nummer zwei. Punkt Nummer drei ist, hol dir vielleicht auch mal Hilfe in Form von deinem Training, dass jemand mal drauf schaut, dass jemand mal irgendwie das Ganze bewertet, in welchen Trainingszonen bist du da wirklich unterwegs. Die meisten Athleten haben nicht so eine hohe Kompetenz im Bereich Training, wie sie das gerne hätten. Ich weiß, Training, Gesundheit, Leistungsfähigkeit, alle sagen, sie haben darüber so viel Ahnung, so viel Planung. Ich kann sagen, so in der Praxis, das stimmt nicht. Also man muss schon eine gewisse Ahnung haben davon und nur wenn man es halt vielleicht immer so durchgeführt hat, heißt das nicht, dass es wirklich richtig ist. Und ich weiß auch, so viele Athleten stellen sich bei uns immer vor und sagen, dass sie bisher immer so gut trainiert haben, sich aber halt seit zwei Jahren einfach nicht verbessern. Und dann ist halt die Frage, warum verbesserst du dich denn nicht, wenn du ja so gut trainiert hast und alles immer so gut funktioniert hat, und dann stellst du halt fest, dass absolut grobe Fehler durchgeführt worden sind. Das heißt, häufig irgendwie, Trainingsplan passt einfach nicht zu den Athleten, falsche Trainingszonen, keine Effizienz, haben vielleicht auch schon gesundheitliche Probleme, die sie auch so ein bisschen benachteiligen und die, an denen sie arbeiten müssen. Und dann fällt das Ganze halt zusammen, wie ein Kartenhaus. Deswegen, es macht schon Sinn, auch da vielleicht zu investieren und da vielleicht auch mal sich professionell, sag ich mal, beraten zu lassen. Und gerade auch vielleicht, wenn du weißt, dass du jemand bist, der sehr ehrgeizig ist und seine Ziele erreichen möchte und vielleicht auch schon gesundheitlich manchmal so an die Grenze kommst, wo du merkst, okay, ich weiß nicht so ganz, ob das jetzt auch so gut, sage ich mal, für mich ist okay, dann definitiv lass auch mal deine Gesundheit checken, lass mal deine Hormone durchüberprüfen, mach bitte auch einmal im Jahr ein Herzecho von dir, einfach zu gucken, dass da auch alle Symptome so in Ordnung sind und alle Dinge, sag ich mal, überkontrolliert werden. Okay, was machst du denn, wenn du, sag ich mal, auch schon vielleicht so ein bisschen in den Brunnen gefallen bist und merkst, so, ey, ich glaube, ich bin da schon so in gewissen Sportsuchtprozessen unterwegs. Ich glaube, dann ist es sehr, sehr wichtig, dass du dir professionelle Hilfe nimmst. Dann ist es, glaube ich, sehr, sehr wichtig, dass du dir einen Sportpsychologen sicherlich nimmst und dass du vielleicht auch mit einem Coach zusammenarbeitest, der auch in gewisser Weise da auch ein Bewusstsein für schafft. Weil man muss auch sagen, es gibt natürlich auch Coaches, die auch da nicht so ein ganzes Bewusstsein dafür haben und vielleicht auch dafür sorgen, dass sich zum Beispiel auch so Schematerstörungen entwickeln, dass die dafür sorgen, dass man auch in ungesunde Zustände vielleicht auch manchmal gedrückt wird. Ich kann dir aber sagen, es gibt auch gute Coaches da draußen, die auch immer sagen: so, ja, Gesundheit first und darauf solltest du deine Leistungsfähigkeit aufbauen. Und ich würde sagen, so auch sehr viele, auch von meinen Kollegen, sehen das ganze Thema auch so. Wichtig ist einfach, dass du verstehst, dass es kein Makel ist, dass man Herausforderungen hat in seinem Leben. Und dass das, glaube ich, absolut dazugehört. Und wir alle unsere psychologischen Herausforderungen haben, wir alle gewisse Themen haben, woran wir arbeiten können und woran wir auch arbeiten sollten. Weil diese Themen holen dich auch wieder ein, gerade auch dann im Sport, gerade auch so in den Wettkampfsituationen, wenn dein Körper auch sehr müde wird, dann holen dich viele Themen davon auch wieder ein. Und es ist auch gut, wenn du daran, sag ich mal, gearbeitet hast. Deswegen, das Thema ist wichtig, macht euch das bitte bewusst, dass es ein sehr wichtiges Thema ist. Und wenn ihr jemanden auf so einem anderen Bekanntenkreis habt, wo ihr merkt, so, ey, da ist einfach ein unterliegendes Problem, dann schaut da nicht weg, sondern probiert denjenigen vielleicht auch darauf anzusprechen. Und vielleicht ihn oder sie zu fragen, ob sie einfach darüber reden möchten und ob sie es nicht gut finden würden, wenn man da auch mit ihnen einfach mal drüber spricht. Weil das ist ein Tabuthema, es ist aber auch was, was viele Athletinnen, viele Athleten einfach auch betrifft. Und ich auch in meinem Bekanntenkreis auch viele Leute haben, die auch immer so ein bisschen auf der Rasierklinge diesbezüglich tanzen. Und klar, Leistungssport ist etwas, was mega geil ist. Und wenn du es richtig aufbaust mit gutem strukturiertem Training, kannst du es mit einer absolut guten Gesundheit durchführen. Es ist aber auch immer natürlich auch in einem gewissen Bereich dann auch so ein Tanz auf der Rasierklinge, wo man dann auch gucken muss, dass es nicht zu viel wird und dass zum Beispiel gerade so Hormone und die Sachen auch noch weiterhin gut funktionieren. Gerade auch im Ausdauersport ist das ein sehr, sehr großes Thema. Und mit einer Sportsucht schießt man sich da einfach sehr, sehr schnell ins Aus. Und das führt dann dazu, dass sich dann auch schnell Zyklusprobleme entwickeln. Das führt dazu, dass Stressfaktoren kommen. Das führt dazu, dass man noch eine gewisse Sarkopinie entwickelt, das heißt, dass Muskelschwund eintritt, was gerade eben ein riesengroßes Problem ist, dann auch bei Frauen. Gerade auch vielleicht bei älteren Athletinnen ist das ein sehr, sehr großes Problem, weil es dann auch sehr schwierig wird, irgendwann die Muskelmasse auch aufzubauen. Und wenn du zu wenig Muskelmasse hast, dann entwickelst du auch gerne so Symptome, wie zum Beispiel ein Skinny-Fat-Syndrom, wo einfach du deutlich zu wenig Muskulatur hast, du aber trotzdem viszerales Fettgewebe dir anhäufst, gerade so im Bauchbereich. Und das gesundheitlich betrachtet eigentlich so der ultimative SuperGAU ist. Und das kommt dann eben schnell, wenn Hormone nicht funktionieren, wenn du zu wenig Muskelmasse hast, wenn du relative Energiedefizite entwickelst, dann tendierst du sehr schnell dazu, gesundheitlich ins Aus dich zu schießen. Und das ist wichtig, und das ist wichtig, sich das bewusst zu machen, wenn du das in deinem Freundeskreis vielleicht feststellst oder bei dir selber, hol dir professionelle Hilfe. Beachte auch mal wirklich, wie du Training-Sessions durchführst, wie du regenerierst, ob du und wie viele High-Intensity-Sessions du durchführst und wie du das Ganze vielleicht auch erstmal so für dich tracken kannst. Und wenn du da Hilfe für brauchst, dann hol dir einfach auch guten Rat, egal ob es jetzt bei uns ist, bei mir ist oder auch bei anderen von meinen Kollegen. Es macht dann definitiv Sinn, da auch mal jemand anderen drauf schauen zu lassen, dass du einfach mal einen objektiven Wert, einfach eine Objektivität da einfach mit reinbekommst. Wenn du hormonelle Probleme hast, sprich da mit deiner Gynäkologin drüber, mit deinem Endokrinologen, mit deinem Hausarzt, lass vielleicht mal Testosteron, Östrogen, Schilddrüsenhormone bestimmen, bestimm auch mal deine Mikronährstoffe, gerade so Vitamin D, Vitamin B12, Eisen. Macht auf jeden Fall Sinn, um da auch eine ganzheitliche Sicht auf das Ganze zu entwickeln. Und sich vor allen Dingen bewusst zu machen, dass Sport gut und gesund ist. Ja, auf jeden Fall. Aber es nicht mehr so gut und gesund ist, wenn du es als Ventil benutzt. Sehr gut. Wenn ihr dazu Fragen habt, schreibt mir sehr, sehr gerne. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Ich fand das Thema sehr, sehr wichtig, erstmal aufzugreifen. Und ja, ich wünsche euch einen schönen Tag. Macht's gut, bis dann. Ciao, ciao, ciao.
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